Frei zu sein bedeutet nicht nur, seine eigenen Fesseln zu lösen, sondern ein Leben zu führen, das auch die Freiheit anderer respektiert und fördert. ~ Nelson Mandela


66-Tage-Challenge: Aufräumen als Prokrastination

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Wie ich ja schon mal geschrieben habe, ist eines meiner größten Probleme beim Lernen das Anfangen (zumindest wenn ich alleine lerne). Ich dachte immer, mich blockiert die Unordnung, die in meinem Zimmer immer wieder herrscht. Wenn es chaotisch ist, kann ich nicht denken. Also räume ich regelmäßig auf, wenn ich eigentlich lernen will. Und wenn es dann ordentlich ist, funktioniert das mit dem Lernen meistens auch nicht. 


Kürzlich bin ich beim Hugendubel über ein Buch von Marie Kondo gestolpert, das den Titel "Magic cleaning – Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert" trägt. Nachdem ich reingeblättert hab, kam ich mir so durchschaut vor, konnte mich aber nicht überwinden, das Buch zu kaufen. Aber es ging mir in den folgenden Tagen nicht mehr aus dem Kopf und so liegt es jetzt bei mir zuhause auf dem Tisch.

Das Szenario, das ich am Anfang dieses Blogeintrags schildere, hinterfragt die Autorin mit folgendem Satz: "Ideal wäre es gewesen, wenn ich [...] mir also zum Beispiel Gedanken gemacht hätte, warum ich das Lernen aufschiebe, was mich mental blockiert etc." Die Unordnung kann es nicht wirklich sein, wenn ich nach dem Aufräumen immer noch nicht lernen will. Warum bin ich also unmotiviert zu lernen?

Wenn ich Zeit habe und eigentlich meine Übungsblätter lösen sollte, habe ich immer eine Deadline im Kopf. Die absolute Deadline ist der Abgabeschluss, aber meistens will ich früher fertig sein, je nachdem was ich sonst noch so geplant habe. So auch heute: meine persönliche Deadline ist heute Abend 19.30. Bis dahin hab ich ja noch ein paar Stunden Zeit, da muss ich ja noch nicht sofort anfangen, es reicht, wenn ich später anfange, mich damit zu beschäftigen, wenn ich Google benutze, komme ich bestimmt recht schnell auf die Lösung.

ABER: Der aufmerksame Blogleser weiß, dass ich Mathe studiere. "Recht schnell auf die Lösung kommen" ist da nicht drin. Man muss sich ein Weilchen mit den Aufgaben auseinandersetzen, um sie verstehen und lösen zu können. Ich weiß das und genau davor hab ich Angst. Ich habe Angst, dass meine Erwartung (schnelle Lösung) und die Realität (stundenlanges ahnungsloses Davorsitzen) nicht zusammenpassen. Ich weiß, dass sie nicht zusammenpassen. Aber ich will mich diesem Wissen nicht stellen, deswegen zögere ich diese Erwartung-Realität-Konfrontation hinaus bis zum Gehtnichtmehr.


Ich muss mich also meiner Angst stellen. Ich brauche eine Strategie, wie ich das überwinde. Einfach anfangen sagt sich so leicht. Habt ihr Tipps?


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