Frei zu sein bedeutet nicht nur, seine eigenen Fesseln zu lösen, sondern ein Leben zu führen, das auch die Freiheit anderer respektiert und fördert. ~ Nelson Mandela



[Rezension] Ende: Die unendliche Geschichte

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8 Kommentare

Die unendliche Geschichte


von Michael Ende

Verlag: Thienemann
ISBN: 978-3-522-20203-9
Preis: 24,99 €
520 Seiten

>>Das, genau das war es, wovon er schon oft geträumt und was er sich, seit er von seiner Leidenschaft befallen war, gewünscht hatte: Eine Geschichte, die niemals zu Ende ging! Das Buch aller Bücher!<< Seite 11

Inhalt:
TU WAS DU WILLST lautet die Inschrift auf dem Symbol der unumschränkten Herrschaftsgewalt in Phantásien. Doch was dieser Satz in Wirklichkeit bedeutet, erfährt Bastian erst nach langem, mühevollem Suchen…
Bastian Balthasar Bux entdeckt in einer Buchhandlung ein geheimnisvolles Buch, „Die unendliche Geschichte“. Es handelt von Phantásien, dem Reich der Phantasie. Die Kindliche Kaiserin, Herrscherin dieses Reichs, ist schwer erkrankt. Sie droht zu sterben und mit ihr wird Phantásien untergehen. Erst ist Bastian nur der Leser der Geschichte, nach und nach merkt er, dass er ein Teil von ihr wird. Er soll derjenige sein, der Phantásien rettet!
Zusammen mit dem Krieger Atréju und dem Glücksdrachen Fuchur macht sich Bastian auf eine aufregende Reise durch Phantásien, in der bald jede Minute zählt. (Thienemann)
Woher hab ich das Buch?
Aus der Schulbücherei, weil wir es mehr oder weniger für die Schule brauchen.

Meine Lesegeschwindigkeit:
Ich hatte es innerhalb von zwei Tagen durch.

Meine Meinung:
Wenn man das Buch durchblättert, fällt einem sofort auf, dass manche Textpassagen grün und manche rot sind. Die unendliche Geschichte handelt von zwei Welten: von der unsrigen und von Phantásien.

Phantásien ist zunächst nur der Schauplatz in einem Buch, das Bastian liest. Doch je mehr er liest, desto mehr überschneiden sich die beiden Welten: >>"Sollte es am Ende mein Schrei gewesen sein, den sie gehört hat?" dachte Bastian zutiefst beunruhigt. "Aber das ist doch überhaupt nicht möglich."<< Seite 70

Bastian ist ein kleiner, dicker Junge mit viel Fantasie. Er liebt Geschichten und fühlt sich in seiner Umgebung unverstanden. Deswegen ist es nicht weiter verwunderlich, dass er sich versteckt und liest, als er die unendliche Geschichte gefunden hat.

In Phantásien gibt es den Helden Atréju. Er soll sich auf die Suche machen, wie man Phantásien retten kann. Denn in Phantásien verschwinden immer mehr Landstriche, die durch nichts ersetzt werden. An diesen Stellen befindet sich dann nichts. >>"Es ist [...], als ob man blind wäre, wenn man auf die Stelle schaut, nicht wahr?"<< Seite 23

Man liest dieses Buch mit Bastians Augen und so erlebt man Phantásien irgendwie selbst. Zusammen mit Bastian geht man Umwege, sucht Lösungen, findet Freunde und entdeckt Phantásien, eine Welt voller Fantasie.

Es gibt einen Satz, der ganz oft in dem Buch auftaucht: >>Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.<< Das sind Aufforderungen an den Leser, seine Fantasie spielen zu lassen. Die Aufforderung ist bei mir zwar angekommen, aber ich hab sie immer ignoriert, ich wollte schließlich wissen, wie die Hauptgeschichte von Bastian weitergeht. Aber wenn man tatsächlich über die anderen Geschichten nachdenkt, ist die Geschichte wirklich unendlich.


Das Buch haben wir ein paar Mal im W-Seminar in der Schule thematisiert. (Unser Seminar-Thema lautet Helden.) Dabei haben wir einen groben Überblick über die Handlung bekommen, also auch wie das Buch endet. Normalerweise ist es genau das, was mich an einem Buch fesselt: Das Ende. Hier war mir das völlig egal, dass ich das schon kannte. Ich wollte wissen, wie das Ende zusammenkommt. Wie Bastian Phantásien rettet. Wie er seinen Weg sucht und findet. Dahinter steckt so viel Fantasie, das hat mich wirklich fasziniert.

Die unendliche Geschichte ist ein sehr fantasievolles Buch mit Heldenreise und der Suche nach dem wahren Ich und ich bin froh, es gelesen zu haben.

Zu dem Buch gibt es mehrere sehr lange Wikipedia-Einträge, die es wert sind, zumindest überflogen zu werden. Der Hauptartikel führt zu den anderen.

Kommentare:

  1. Ich glaube, mir hätte das Buch besser gefallen, wenn ich es schon in meiner Kindheit und jetzt noch einmal gelesen hätte. Irgendwie habe ich mich die ganze Zeit zu alt gefühlt und ich habe keinen richtigen Bezug zu Bastian gehabt.
    Mit den 'Wilden Hühnern' ist das anders, wenn ich die Bücher jetzt nochmal lese, weil es eine Kindheitserinnerung ist und ich mich irgendwie mehr mit den Protagonisten verbunden fühle.
    Trotzdem ein tolles Buch :)

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    1. Ich hätte nicht gedacht, dass man für dieses Buch zu alt sein kann. Ich dachte, das ist eins dieser Bücher, das man immer lesen kann. Schade, dass es doch nicht so ist.

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  2. Naja, ich finde ja, dass jedes Buch unendlich ist. Ich kann manchmal Stunden damit verbringe, unwichtige Nebenstränge eines Buches, das ich mal gelesen habe, noch Jahre später immer weiterzuspinnen.

    @Anni Wie kann man sich für die unendliche Geschichte zu alt fühlen? Sag mir warum! Die Fragestellung ist für mich schon so absurd...

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    1. wirklich? Die Nebenstränge vergesse ich meistens ziemlich schnell :D

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    2. Ich hab das Buch schon mehrmals gelesen und allgemein spinne ich Geschichten gerne weiter ;-)

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    3. warum wundert mich das jetzt nicht? :D

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  3. Hallöchen :)
    Sorry für das Off Topic, aber ich wollte dich nur kurz darauf Aufmerksam machen das ich nächstes Wochenende eine Lesenacht veranstalte, und fragen wollte, ob du mitmachen willst. Es würde mich wirklich sehr freuen wenn du dabei wärst :) ♥
    Fantasy-Lesenacht die Achte - Lesen bis Aliens auf der Erde landen

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    1. Danke für die Einladung :) ich schau gleich mal bei deinem Ankündigungspost vorbei :)

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