Frei zu sein bedeutet nicht nur, seine eigenen Fesseln zu lösen, sondern ein Leben zu führen, das auch die Freiheit anderer respektiert und fördert. ~ Nelson Mandela



[Buchverfilmung] Rubinrot

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4 Kommentare
Inhalt: 
In Gwendolyns Familie wird viel Heckmeck um ihre Cousine Charlotte gemacht. Das hat aber auch seinen Grund: Charlotte soll ein Zeitreise-Gen geerbt haben, was es ihr ermöglicht, in die Vergangenheit zu reisen. Doch plötzlich landet Gwendolyn in der Vergangenheit und nicht Charlotte...


Meine Meinung:
Ich muss zunächst einmal sagen, ich ziehe meinen Hut vor Drehbuchautoren für Buchverfilmungen. Es kann nicht leicht sein, Szenen aus dem Original zu streichen oder zu vereinfachen, damit der Film nicht zu lang wird. Außerdem muss es umsetzbar sein.

In Rubinrot wird zunächst nicht so viel verändert. Klar, die eine oder andere Figur gibt es nicht (Gwens Schwester Caroline) oder sieht anders aus (Leslie hat dunkle statt blonde Haare, Mr Whitman sieht nicht aus wie ein Eichhörnchen). Man muss halt mit den Schauspielern arbeiten, die man kriegen kann. Wenn man nunmal keinen findet, der aussieht wie ein Eichhörnchen, dann ist das halt so. Auch wenn dann leider ein Gag wegfällt...

Was ich nicht verstehen kann: Warum sind im Film die Zeitreisen verkehrt herum? Gwen reist im Buch zuerst zum Grafen und dann zu Lady Milney, im Film zuerst zu Lady Milney und dann zum Graf. Außerdem kommt die letzte Zeitreise (im Film) im Buch gar nicht vor. Warum hat man für den Film eine zusätzliche Zeitreise erfunden?

Es gibt noch ein paar andere Unterschiede, die mich nicht gestört haben oder die ich sogar gut finde. Zum Beispiel:
Im Film läuft Gwen über die Millennium-Bridge, während sie mit Leslie telefoniert. Im Buch findet das Ganze in einem Laden statt, in dem Gwen Bonbons kauft. Leslie meint, falls sie in eine Zeit stürzt, in der es die Brücke/den Laden noch nicht gibt, fällt Gwen ins Nichts. Das verursacht eine kleine Panik bei Gwen, Leslie und dem Leser/Zuschauer und erzeugt Spannung. Dass sie im Film über eine Brücke läuft, gefällt mir sogar besser, als wenn sie nur im Laden stehen würde.
Im Buch kann Gwen Geister sehen, seit sie klein ist. Ihre Familie weiß das (glaubt es aber nicht unbedingt). In der Schule gibt es auch einen Geist, der immer sitzt und mit dem sie schon oft in Leslies Gegenwart geredet hat. Im Film sieht und redet sie mit ihm erst, als sie schon durch die Zeit gereist ist. Im Film fehlt außerdem der Sohn des Arztes Mr White Robert. Gwen trifft im Film allerdings einen anderen Geistjungen namens Robert, der der Bruder ihres Großvaters war. Die Buchvariante gefällt mir zwar besser, aber die Filmvariante ist auch akzeptabel.

In fast allen Filmen stört mich, dass Franzosen oft von Deutschen gespielt werden und dann so einen aufgesetzten Akzent haben. Hier ist es Madame Rossini. Warum konnte man da keine echte Französin nehmen, die Deutsch kann? Vielleicht ist das auch Jammern auf hohem Niveau, aber wenn man einen echten französischen Akzent kennt, klingt dieser aufgesetzte klischeehafte Akzent einfach nur lächerlich.

Alles in einem bin ich ganz zufrieden mit der Buchverfilmung. Nur das Ende mit der zusätzlichen Zeitreise finde ich nicht gut.
Hier geht's zu meiner Buchrezension.

Kommentare:

  1. Ich stimme dir zu, der Film ist gut, auch wenn es ein paar Kleinigkeiten gibt. Als ich Leslie zum Ersten Mal gesehen habe, dacht ich ich spinne. Auf Leslie habe ich mich schon richtig gefreut und dann sieht sie ganz anders aus... Aber okay.
    Aber Madame Rossini finde ich echt lustig und der Akzent ist nicht so schlimm.
    Was mich am meisten gestört hat, sind Gideons Haare! Die sind im Buch zwar auch so, aber im Film siehts irgendwie komisch aus. Wenigstens hat er in Saphirblau kürzere Haare, das ist wesentlich besser.

    Aber alles in allem finde ich den Film echt gut und bin voll deiner Meinung.

    LG
    Hannah

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    1. Bei Leslie wusste ich gar nicht, dass sie eigentlich blond ist, als ich den Film gesehen hab. Das Buch hab ich aber auch schon eine halbe Ewigkeit vorher gelesen... und gestern jetzt nochmal.
      Gideon fand ich gar nicht so schlimm. Die Frisur ist wirklich nicht schön, aber ich kann ihn eh nicht leiden, da kann er aussehen, wie er will.
      Auf Saphirblau (sowohl den Film als auch das Buch) bin ich echt gespannt, an die Handlung erinner ich mich nämlich kaum noch.

      Liebe Grüße
      Lioba

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  2. Hallo liebe Lioba,

    dein Post gefällt mir sehr gut!!! :)

    Mir ging es ähnlich wie Dir.
    Warst Du schon in Saphirblau? :)
    Mir hat der 2. Film nämlich noch viel besser gefallen!!

    Ganz liebe Grüße,
    Hannah
    http://wonderworld-of-books-from-hannah.blogspot.de/
    <3

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  3. Liebe Hannah,

    schön, dass er dir gefällt. Mir gefällt er nicht ganz so, aber dafür, dass es mein erster Buch-Film-Vergleich war, bin ich ganz zufrieden.

    Saphirblau hab ich noch nicht gesehen, aber meine Schwester Mila und ich wollen ihn noch unbedingt anschauen.

    Liebe Grüße
    Lioba

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