Frei zu sein bedeutet nicht nur, seine eigenen Fesseln zu lösen, sondern ein Leben zu führen, das auch die Freiheit anderer respektiert und fördert. ~ Nelson Mandela



[Rezension] Roger: Das Labyrinth der Wörter

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Gib deinen Senf dazu!

Das Labyrinth der Wörter

La tête en friche
von Marie-Sabine Roger
aus dem Französischen von Claudia Kalscheuer
Preis: 9,99€
208 Seiten

Inhalt: 
Germain ist ein Bär von Mann und nicht der Schlauste. Außer für seinen Gemüsegarten und das Schnitzen von Holzfiguren interessiert er sich nur für die Tauben im Park. Als er dort eine reizende alte Dame kennenlernt, wird sein Leben auf den Kopf gestellt. Denn die feinsinnige Margueritte beschließt, den ungebildeten Hünen für die Welt der Bücher zu gewinnen.

Woher hab ich das Buch?
Das Buch gehört meiner Mutter und ist mir zufällig in die Hände gefallen.

Meine Lesegeschwindigkeit:
Ich hatte es innerhalb von drei Tagen durch.

 
Meine Meinung:
Das Buch ist sehr einfach geschrieben, weil die Hauptperson Germain die „Welt der Intelligenten“ erst nach und nach kennenlernt.

Germain erzählt seine Geschichte und siezt dabei den Leser. Seine Freunde, die er immer zum Saufen in einer Bar lebt, halten ihn für dumm und machen sich über ihn lustig. Seine Mutter hasst ihn, weswegen er in einem Wohnwagen im Garten seiner Mutter lebt. Seit längerem hat er eine feste Freundin, die aber nur gelegentlich im Buch erwähnt wird. Der Fokus liegt auf den Begegnungen von Germain und Margueritte, einer alleinstehenden älteren Dame. Über diese erfährt man nur weniges, von ihrer Liebe zu den Büchern dafür umso mehr.

Das Problem dieses Buches: es ist zu kurz. Die einzelnen Nebencharaktere werden zu wenig ausgeschmückt. Die Autorin hat den Fokus speziell auf die gemeinsamen Stunden von Margueritte und Germain im Park und deren Auswirkungen gelegt.
Ich konnte so die Nebencharaktere fast nicht einschätzen und nachvollziehen, warum sie etwas tun oder sagen. Allerdings passt es zu Germain, weil er sich tatsächlich nur für seine wenigen Aktivitäten interessiert.

Dadurch dass Germain die Geschichte im Perfekt erzählt, hatte ich erwartet, dass das nur die Vorgeschichte sei und er später ins Präsens wechsele. Dem war aber nicht so und ich dachte mir am Ende: „Schön, das war's jetzt? Und wo ist der Bezug zur Gegenwart?“

Das Buch zeigt, wie sehr eine einzelne Person ein Leben verändern kann, und weckt gleichzeitig die Lust zu lesen. Perfekt für eine Leseflaute.

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